Bundesprogramm „MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“

  Förderung

Das ESF Plus-Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales richtet sich an formal geringqualifizierte Frauen mit Migrationserfahrung und einem erhöhten Unterstützungsbedarf. Das Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Bildungsteilhabe und der Arbeitsmarktchancen.

Das Programm trägt dazu bei, dass vor allem arbeitslose, arbeitssuchende, als auch geringfügig beschäftigte Frauen mit ausländischer Staatsbürgerschaft oder Migrationserfahrung in einem stärkeren Umfang als bislang an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen und folglich einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, einer selbständigen Tätigkeit oder einer Berufsausbildung nachgehen. Der Fokus des Bundesprogramms liegt darauf, zugewanderte Frauen besser zu informieren, zu erreichen und sie an Fördermöglichkeiten teilhaben zu lassen. Eine frauenspezifische und nachhaltige Ansprache, Beratung und eine kontinuierliche, individuelle und vertrauensbasierte Begleitung soll mit „MY TURN“ gewährleistet werden.
 

Förderfähig sind Projekte, welche unmittelbar auf die Zusammenarbeit mit Frauen mit Migrationserfahrung abzielen. Hierfür sind folgende teilnehmerinnenbezogene Pflichtmodule abzudecken:

  • Empowerment-Aktivitäten, wozu unter anderem Peer-to-Peer-Angebote, die Vermittlung von Basiskompetenzen, die Sprachpraxis und die Vermittlung von Praktika und Hospitationen, zählen.
  • Beratung im Bereich der Vereinbarkeit des familiären und beruflichen Lebens
  • Individuelle Begleitung während der Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen, Praktika, Hospitationen, als auch während der Integration in der Ausbildung und Arbeit
  • Gewinnung von Praktikums- und Hospitationsplätzen, als auch Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und die Vernetzung mit Betrieben
  • Miteinander verzahnte digitale und analoge Ansprache und Informationsvermittlung mit dem Ziel der Gewinnung von Programmteilnehmerinnen, als auch die Unterstützung beim Zugang zu relevanten Leistungen des regulären Hilfssystems
  • Zusätzliches Wahlmodul: „Lotsenstelle Kinderbetreuung“, welches zur Unterstützung von Müttern mit Migrationserfahrung im Sinne einer zielgruppenorientierten Unterstützung dienen soll

 

Bei der Projektförderung handelt es sich um eine Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Zuwendung beträgt 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Fördersätze:

  • Bis zu 40 Prozent ESF Plus-Mittel und 50 Prozent nationale öffentliche Mittel für das Zielgebiet stärker entwickelte Regionen
  • bis zu 60 Prozent ESF Plus-Mittel und 30 Prozent nationale öffentliche Mittel für das Zielgebiet Übergangsregion


In allen Regionen ist eine Eigenbeteiligung des Zuwendungsempfängers von mindestens 10 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben vorgesehen. Die zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben müssen bei der Stellung des Antrages für eine Förderphase mindestens 200.000 Euro betragen und sollen den Höchstbetrag von 5 Millionen Euro nicht überschreiten.

 

Laufzeit: 01.09.2022 – 31.12.2029
Antragsfrist: 28.06.2022

 

Förderrichtlinie
Weitere Informationen

Gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe: „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” – GRW Infrastruktur