Cottbus bleibt auf wirtschaftlichem Erfolgskurs. Nach der Kür zur „dynamischsten Stadt Deutschlands“ durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln gibt es nun eine nächste gute Nachricht für die Lausitzer Stadt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Cottbus 2024 gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent gestiegen. Mit diesem Wert verzeichnet Cottbus den höchsten Zuwachs aller kreisfreien Städte und Landkreise in Brandenburg. Das Plus fällt umso mehr ins Gewicht, weil die Entwicklung landesweit sehr unterschiedlich ausfällt.
Während Spree-Neiße einen Rückgang von 9,4 Prozent verbuchte, zählt Cottbus klar zu den Gewinnern. Insgesamt wuchs die Wirtschaftsleistung der kreisfreien Städte Brandenburgs um 7,5 Prozent auf 21,369 Milliarden Euro. Brandenburgs gesamtes BIP lag 2024 dabei inzwischen bei 101,369 Milliarden Euro.
Für Cottbus bedeutet das Wachstum mehr als nur eine Statistikzahl. Es passt zu einer Entwicklung, die sich seit Längerem abzeichnet. Die Lausitzmetropole profitiert von Investitionen, Strukturwandel-Projekten und dem Ausbau von Wissenschaft und Industrie. Bereits das IW-Regionalranking hatte Cottbus bundesweit auf Platz eins im Dynamikvergleich gesetzt.
Zwar sind die Kreisdaten nicht preisbereinigt und deshalb nur eingeschränkt mit der realen Wirtschaftsentwicklung gleichzusetzen. Trotzdem unterstreicht das kräftige Plus, dass Cottbus im Brandenburg-Vergleich derzeit besonders an Zugkraft gewinnt. Auch die Landeshauptstadt Potsdam legte übrigens mit 8,1 Prozent stark zu, blieb damit aber hinter Cottbus (9,2 Prozent) zurück.
Die Zahlen liefern damit ein neues Argument für jene, die in Cottbus längst mehr sehen als eine Stadt im Strukturwandel. Nach dem IW-Titel ist das BIP-Wachstum eine nächste Erfolgsmeldung – und ein Hinweis darauf, dass der wirtschaftliche Aufbruch im Lausitzer Strukturwandel in der Lausitz inzwischen auch messbar Fahrt aufnimmt.
Quelle: Lausitzer Rundschau / Jan Siegel