Oberbürgermeister Holger Kelch wirbt für S(ch)ichtwechsel - zu Besuch bei der Lebenshilfe Hand-in-Hand

  Unternehmensbesuch

Ein weiterer Wirtschaftsdialog führte den Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch zur Lebenshilfe Hand-in-Hand.

Oberbürgermeister Holger Kelch wird sich im September an der Aktion S(ch)ichtwechsel beteiligen. Diese Vereinbarung wurde beim Besuch des OB beim Verein Lebenshilfe Hand-in-Hand getroffen. Ziel der Aktion ist es, durch Kooperationen mit Unternehmen die Menschen mit Behinderung bessere Chancen zu geben, am Arbeitsleben teilzuhaben. Das soll mit dem S(ch)ichtwechsel am 22.09.2022 möglich sein. An diesem bundesweitern Aktionstag sind Cottbuser Unternehmen eingeladen, mal für eine gewisse Zeit die Perspektive zu wechseln. Menschen mit und ohne Behinderung tauschen dabei für einen Tag ihren Arbeitsplatz, um die jeweils andere Perspektive kennenzulernen. OB Kelch hat auch vor den Stadtverordneten für diese Aktion geworben.

Beim Besuch übergab Oberbürgermeister Holger Kelch die so genannte Kostensatzvereinbarung an die Geschäftsleiterin der Lebenshilfe Hand-in-Hand e.V., Tamara Swennson für das Jahr 2022. Damit kann die Arbeit mit Unterstützung durch die Stadt Cottbus/Chóśebuz fortgeführt werden. Tamara Swennson berichtete von den Wirkungen dieser Arbeit für die betroffenen Menschen und gab einen Überblick über das Leistungsprofil der Werkstätten. Jeder Mensch, so hieß es, habe das Recht auf Teilhabe – nicht nur an der Gesellschaft, sondern auch am Arbeitsleben. OB Kelch nahm sich für die Gespräche und den Besuch der Werkstätten viel Zeit; die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wiederum zeigten sichtlich stolz ihre Tätigkeiten. Besonders beeindruckend war Melinda Koc, die im Rollstuhl sitzend mit ihren Augen das Programm auf dem PC bedienen konnte und so zum Beispiel Bücher zum Weiterverkauf bewerten kann. Hier zeigt sich, wie technische Hilfsmittel auch Menschen mit Handicap in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Die Werkstätten der Lebenshilfe in Gallinchen bieten von Catering und Kantinenversorgung über Keramik- und Holzverarbeitungen bis hin zum Wäschereidienst verschiedene Dienstleistungen an. Am bekanntesten dürfte dabei der Biohof Auguste sein, auf dem die Weinachsgänse gezüchtet werden und Bio-Eier verkauft werden. Darüber hinaus bieten die Werkstätten auch eine professionelle Aktenvernichtung an. Alle Produkte der Werkstätten sind in einem Onlineshop erhältlich.

Foto: Oberbürgermeister Holger Kelch gemeinsam mit Geschäftsführerin des LW Frau Tamara Swensson und dem Werkstattleiter der WGA Herr Andreas Kottke

 

Foto: Oberbürgermeister Holger Kelch bei einem Rundgang in den Werkstätten

Gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe: „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” – GRW Infrastruktur