Nach der Begrüßung standen mehrere Impulsvorträge auf dem Programm, die den Gästen wertvolle Einblicke in zentrale Zukunftsthemen der regionalen Wirtschaft boten.
Unternehmensnachfolge frühzeitig angehen
Claudia Conrad (IHK Cottbus) und Laura Ullrich (HWK Cottbus) widmeten sich einem Thema, das viele Betriebe in Südbrandenburg zunehmend beschäftigt: der Unternehmensnachfolge.
Die Zahlen verdeutlichen die Dimension der Herausforderung: Bereits jeder zweite Unternehmer in der Region wird sich in den kommenden Jahren mit der Frage der Nachfolge auseinandersetzen müssen. Dabei handelt es sich keineswegs um einen kurzfristigen Prozess. Je nach Unternehmensgröße und Ausgangssituation kann eine erfolgreiche Übergabe zwischen drei und zehn Jahren Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen.
Die Kammern stellten ihre Beratungsangebote vor und verwiesen auf ihr enges regionales Netzwerk sowie die landesweiten Unterstützungsstrukturen. Besonders vorgestellt wurde die Nachfolgezentrale Brandenburg, eine Plattform der Kammern zur Vermittlung von Nachfolgeinteressierten und Unternehmen. Erste erfolgreiche Vermittlungen zeigen bereits, welches Potenzial in diesem Instrument steckt.
Die Referentinnen appellierten an die Anwesenden: Das Thema frühzeitig angehen und das eigene Lebenswerk rechtzeitig in gute Hände übergeben.
Medizinische Universität Lausitz informiert über Wachstum und Perspektiven
Mit großem Interesse verfolgten die Gäste auch den Beitrag von Sebastian Scholl von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT).
Die Universität, die erst seit knapp zwei Jahren besteht, entwickelt sich weiterhin mit hoher Dynamik und zählt zu den bedeutendsten Zukunftsprojekten der Region. Ziel ist der Aufbau von bis zu 1.200 Medizinstudierenden sowie die langfristige Bindung eines möglichst großen Teils dieser Fachkräfte an die Lausitz.
Auch personell wächst die Universität rasant. Perspektivisch sollen bis zu 80 Professuren entstehen. Insgesamt fließen rund 3,7 Milliarden Euro in den Aufbau des Universitäts- und Gesundheitsstandortes.
Aktuelle Entwicklungen aus Arbeitsrecht und Stadtentwicklung
Weitere Impulse lieferten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Ralf Möbius informierte die Teilnehmenden über aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht und deren Auswirkungen auf Unternehmen.
Aus aktuellem Anlass stellte die Stadt Cottbus zudem eine Übersicht über laufende und geplante Baustellen im Stadtgebiet vor. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu Verkehrsführungen, Erreichbarkeit und den Auswirkungen auf ihre Unternehmen direkt anzusprechen.
Austausch als Erfolgsfaktor
Beim anschließenden Netzwerken wurde deutlich, wie wichtig Formate wie das Neighbor Network für den Wirtschaftsstandort Cottbus sind. Sie schaffen Raum für Informationen aus erster Hand, fördern den direkten Austausch zwischen Unternehmen und Institutionen und stärken die Vernetzung innerhalb der Gewerbegebiete.
Die EGC bedankt sich bei allen Referierenden, Partnern und Gästen für die engagierte Teilnahme und freut sich auf die nächste Ausgabe des Neighbor Networks.
