Oberbürgermeister zu Besuch beim Cottbuser Startup thingk.systems UG

  Unternehmensbesuch

Oberbürgermeister Holger Kelch hat im Rahmen seiner Reihe „Wirtschaftsdialog“ das junge Cottbuser Startup thingk.systems UG besucht, das sich mit ihrem Produkt toolbot bereits einen Namen gemacht hat.

toolbot ist ein automatisches Verleihsystem, mit dem Werkzeuge aller Art dem Nutzer zur Verfügung stehen. Interessierte können Werkzeuge per App suchen, reservieren und so lange nutzen, wie sie es benötigen. Die Abrechnung der Kosten läuft bequem per Kreditkarte oder anderen bargeldlosen Zahlungsverfahren. In Zukunft wird toolbot als Leasingsystem zusammen mit Wartung, Support und IT-Operating angeboten. Mittlerweile gibt es drei toolbot-Stationen in Berlin, eine toolbot-Station in Cottbus im Hauptbahnhof und seit neuestem eine Station in Kassel.

Die Idee zu toolbot hatte Jan Gerlach (CEO) im Jahr 2014/2015. Zusammen mit Christian Lehmann (CTO) führen sie das junge Startup in Cottbus/Chóśebuz. Mittlerweile besteht das Team aus sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit viel Leidenschaft die Produkte weiterentwickeln. Cottbus/Chóśebuz spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele der Teammitglieder haben an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) studiert und/oder engagieren sich in der Galerie Fango und haben ihren Lebensmittelpunkt in der Stadt. Jan Gerlach: „In Cottbus sind die Wege kurz. Man kennt sich. Es gibt sehr gute Netzwerke und last but not least, die Mieten sind günstig. Auch die Fördermöglichkeiten sind nicht unattraktiv in Brandenburg.“ 

toolbot zählt bereits heute zahlreiche Nominierungen und Siege u.a. IoT-EPI Award Winner 2017, Nominierung zum Bundespreis Ecodesign, EXIST-Gründerstipendium, dreimalige Nominierung für den Businessplanwettbewerb 2019 sowie ein Sonderpreis für Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist extrem wichtig für das junge Unternehmen. Nicht nur, weil die Nachhaltigkeit ein großer Motivator für die Gründungsidee war. Nachhaltigkeit wird auch innerhalb des Unternehmens stets gelebt und versucht in allen Bereichen umzusetzen. So produziert thingk.systems ihre Automaten beispielweise bei einer hiesigen Firma aus Calau. Auch die Tragesystems für die Werkzeugkoffer werden im benachbarten Stoffhaus geschneidert.

OB Holger Kelch: „Das ist ein schönes Beispiel für Kreativität und Unternehmermut aus Cottbus/Chóśebuz, für ein nachhaltiges Wirtschaften und gelungene Kooperation hier in der Stadt. Davon brauchen wir mehr, gerade mit der Inspirationsquelle und Ausgründungen aus der BTU. Das ist eine der Grundlagen für einen gelingenden Strukturwandel.“

 OB Holger Kelch mit toolbot Gründer Jan Gerlach und Christian Lehmann 

Gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe: „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” – GRW Infrastruktur